Vor drei Monaten saß ein Geschäftsführer eines Maschinenbau-Zulieferers bei uns im Erstgespräch und legte drei Angebote auf den Tisch: 7.800 Euro, 34.000 Euro und 92.000 Euro — alle für denselben Shopware-Shop mit rund 4.000 Artikeln. Diese Spanne ist kein Einzelfall, sondern Alltag, wenn es um die Shopware 6 Kosten geht. Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigt, kann aus solchen Angeboten kaum ablesen, wo der Unterschied liegt und welche Summe am Ende realistisch ist.
Wir betreuen Shopware-Projekte seit dem Versionswechsel auf Shopware 6 und sehen dabei immer wieder dasselbe Muster: Die meisten Budgets scheitern nicht an der Agenturrechnung, sondern an Posten, die vorher niemand auf dem Schirm hatte. Hosting, das mit dem Shop mitwächst, Plugin-Lizenzen mit jährlichen Gebühren, Updates, die plötzlich Template-Anpassungen nach sich ziehen. Dazu kommt die Frage, ob die kostenlose Community Edition ausreicht oder ein kostenpflichtiger Plan nötig wird — eine Entscheidung, die über drei Jahre schnell einen fünfstelligen Unterschied ausmacht.
In diesem Artikel rechnen wir das komplett durch: was die Lizenz wirklich kostet, woran Sie faire Agenturpreise erkennen, welche laufenden Kosten auf Sie zukommen und wie drei Beispiel-Shops aus unserer Praxis über drei Jahre tatsächlich abgerechnet haben. Am Ende wissen Sie, welches Budget Sie einplanen sollten — und wo Sie sparen können, ohne das Projekt zu gefährden.
Warum Shopware-Angebote zwischen 5.000 und 150.000 Euro schwanken
Wer drei Angebote für denselben Shopware-Shop einholt, bekommt fast garantiert drei völlig unterschiedliche Zahlen. Wir erleben das regelmäßig: Ein Kunde legt uns ein Konkurrenzangebot über 9.500 Euro vor, unser Entwurf liegt bei 24.000 Euro — und beide tragen denselben Projekttitel. Der Unterschied steckt selten im Stundensatz, sondern im Leistungsumfang. Wie hoch die Shopware 6 Kosten in einem Angebot ausfallen, hängt vor allem davon ab, welche Posten der Anbieter einpreist — und welche er bewusst weglässt, um die Einstiegssumme klein zu halten.
Typische Leerstellen sind das individuelle Design, der Import der Produktdaten, die Anbindung der Warenwirtschaft, die Einrichtung von Versand- und Zahlungsregeln, Schulungen und die Betreuung nach dem Go-Live. Ein Angebot über 8.000 Euro enthält häufig nur Installation, Grundkonfiguration und ein Standard-Theme mit eingesetztem Logo. Der Import von 3.000 Artikeln mit Varianten und Staffelpreisen steht dann nicht drin, die Schnittstelle zur Warenwirtschaft ebenso wenig. Beides wird später als Zusatzauftrag nachverkauft — zu Konditionen, die im ursprünglichen Angebot nicht auftauchen.
Bevor Sie auch nur eine Zahl vergleichen, sollten Sie jedem Anbieter dieselben Fragen stellen: Ist das Design individuell oder ein angepasstes Standard-Theme? Wer pflegt die Produktdaten ein, und in welcher Qualität? Sind Plugin-Lizenzen enthalten, oder kommen monatliche Kosten dazu? Wie werden Änderungswünsche während des Projekts abgerechnet? Und was passiert nach dem Go-Live — gibt es eine feste Ansprechperson für die ersten Wochen, oder beginnt ab Tag eins die Abrechnung nach Aufwand? Erst wenn alle Angebote diese Punkte schriftlich beantworten, lassen sich die Summen überhaupt vergleichen.
Dass der billigste Einstieg oft der teuerste Weg ist, sehen wir in Übernahmeprojekten immer wieder. Ein Händler aus dem Möbelbereich kam zu uns, nachdem sein 7.000-Euro-Shop innerhalb eines Jahres auf 31.000 Euro angewachsen war: Jede fehlende Funktion wurde als Change Request zu 130 Euro pro Stunde nachverkauft, das Theme ließ sich für seine Anforderungen nicht erweitern, und nach 18 Monaten stand ein kompletter Neuaufbau an. Das ursprünglich abgelehnte Angebot über 22.000 Euro hätte all das abgedeckt. Vergleichen Sie deshalb nie die Endsumme, sondern die Leistungsliste — und fragen Sie bei jeder Lücke konkret nach, was sie später kostet.
Shopware 6 ist Open Source — was Lizenz und Pläne wirklich kosten
Die Basis von Shopware 6 ist die Community Edition, und die ist tatsächlich kostenlos: Der Quellcode ist öffentlich, Sie dürfen den Shop installieren, anpassen und ohne einen Euro Lizenzgebühr betreiben. Der Funktionsumfang deckt den kompletten Standard ab — Produkte, Kategorien, Bestellabwicklung, Rule Builder, Plugin-System. Was fehlt, ist der Herstellersupport: Bei Fehlern sind Sie auf Dokumentation, Community oder Ihre Agentur angewiesen. Für die meisten mittelständischen Händler, mit denen wir arbeiten, ist das kein Nachteil — solange klar geregelt ist, wer die technische Verantwortung trägt.
Seit 2023 begrenzt die Fair-Usage-Policy diese kostenlose Nutzung allerdings: Liegt der Bruttowarenwert Ihres Shops unter einer Million Euro pro Jahr, bleibt die Community Edition dauerhaft frei. Bruttowarenwert — auf Englisch GMV — meint den Wert aller Bestellungen vor Retouren, nicht Ihren Gewinn. Überschreiten Sie die Schwelle, sind Sie verpflichtet, einen kommerziellen Plan abzuschließen. Konkret: Bei 80.000 Euro Monatsumsatz kostet die Software nichts, bei 100.000 Euro kommt ein Pflichtposten von mindestens 600 Euro monatlich dazu. Planen Sie diesen Sprung in Ihrer Umsatzprognose ein, sonst erleben Sie mitten im Wachstum eine unangenehme Überraschung.
Die kommerziellen Pläne heißen Rise, Evolve und Beyond. Rise startet bei rund 600 Euro im Monat und umfasst vor allem Herstellersupport mit festen Reaktionszeiten sowie zusätzliche Komfortfunktionen. Evolve und Beyond liegen je nach Ausstattung deutlich darüber, typischerweise im vierstelligen Monatsbereich, und richten sich an Händler mit B2B-Funktionen, mehreren Lagern oder internationalen Strukturen. Wichtig dabei: Die Preise staffeln sich innerhalb der Pläne nochmals nach Ihrem Jahresumsatz — wer schnell wächst, rutscht in teurere Stufen. Bei den Shopware 6 Kosten ist die Lizenz deshalb selten der größte, aber fast immer der am häufigsten unterschätzte Posten.
Unsere Empfehlung aus der Praxis: Unter der Fair-Usage-Schwelle fahren Sie mit der Community Edition am wirtschaftlichsten — das gesparte Budget gehört in sauberes Setup, Hosting und regelmäßige Wartung. Rise lohnt sich, sobald Sie den Hersteller direkt brauchen, etwa bei geschäftskritischen Problemen ohne eigene Entwicklungsabteilung. Evolve und Beyond zahlen sich nur aus, wenn Sie die enthaltenen B2B- und Enterprise-Funktionen wirklich nutzen, nicht weil sie im Prospekt gut klingen. Und wenn Ihre Anforderungen so speziell sind, dass Sie selbst im teuersten Plan noch alles umbauen müssten, kann eine individuelle Lösung günstiger sein — was es wirklich kostet, eine Web-App entwickeln zu lassen, rechnen wir in einem separaten Artikel mit echten Projektzahlen durch.
Was eine Shopware-Agentur kostet — und warum der Stundensatz täuscht
Die ehrlichste Antwort auf die Frage, was ein Shopware-Shop kostet, lautet: zwischen 5.000 und deutlich über 100.000 Euro, je nachdem, was tatsächlich gebaut wird. Ein template-basierter Shop auf Grundlage eines gekauften Themes, mit Standard-Checkout, überschaubarem Sortiment und ohne Schnittstellen liegt bei seriösen Agenturen zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Sobald ein individuelles Design, mehrere Sprachen und Anbindungen an Warenwirtschaft oder Marketing-Tools dazukommen, landen Sie realistisch bei 20.000 bis 60.000 Euro. Komplexe B2B-Projekte mit kundenindividuellen Preislisten, Freigabe-Workflows und Rollenrechten starten bei 60.000 Euro — und wir haben Ausschreibungen gesehen, in denen solche Vorhaben mit 150.000 Euro kalkuliert waren.
Die üblichen Stundensätze deutscher Agenturen bewegen sich zwischen 90 und 150 Euro, Freelancer liegen oft bei 60 bis 90 Euro. Der Satz allein sagt jedoch fast nichts darüber aus, wie hoch die Shopware 6 Kosten für die Umsetzung am Ende wirklich liegen. Ein Senior-Entwickler, der eine Schnittstelle für 140 Euro pro Stunde in 30 Stunden sauber umsetzt, ist unterm Strich günstiger als ein Dienstleister für 90 Euro, der 80 Stunden braucht und danach zwei Nachbesserungsrunden produziert. Entscheidender als der Satz ist die Kalkulationsmethode: Gute Agenturen schätzen nach Aufgabenpaketen und nennen einen belastbaren Korridor, schlechte werben mit dem niedrigsten Stundensatz und korrigieren die Stundenzahl später nach oben.
Die eigentlichen Kostentreiber liegen selten im Shop selbst. Am Anfang steht die Konzeption mit Workshops, Pflichtenheft und Klick-Prototyp — je nach Umfang 3.000 bis 10.000 Euro, die fast jedes Billigangebot unterschlägt. Die Datenmigration aus dem Altsystem wird regelmäßig unterschätzt: 40.000 Artikel mit Varianten, Staffelpreisen und zehn Jahren Bestellhistorie ziehen nicht über ein Wochenende um, sondern binden schnell 60 bis 100 Stunden. Für die ERP-Anbindung an Systeme wie SAP Business One, Microsoft Dynamics oder plentymarkets kalkulieren wir je nach Datenqualität zwischen 5.000 und 25.000 Euro. Und sobald eine Funktion nicht aus dem Store kommt, sondern als individuelles Plugin entwickelt wird, rechnen Sie mit 80 bis 200 Stunden pro Erweiterung.
Ein Beispiel aus unserer Praxis zeigt, wie weit die Spannen auseinandergehen: Für einen Ersatzteilhändler mit 25.000 Artikeln, Echtzeit-Verfügbarkeiten aus der Warenwirtschaft und kundenindividuellen Konditionen lagen die eingeholten Angebote zwischen 38.000 und 95.000 Euro — bei nahezu identischem Leistungsumfang. Der Unterschied steckte nicht im Stundensatz, sondern darin, ob Konzeption und Migration sauber beziffert oder als vage Position „nach Aufwand“ eingepreist waren.
Neu in vielen Angeboten sind außerdem KI-Positionen, etwa automatische Produkttexte oder eine semantische Suche. Manche Anbieter verkaufen dafür monatliche Abo-Modelle, obwohl sich dieser Markt gerade konsolidiert und viele Abonnements wieder verschwinden — warum Sie davon sogar profitieren können, erklären wir in Warum KI-Abonnements sterben – und wie Sie profitieren. Unser Rat daher: Lassen Sie sich jede Position einzeln ausweisen und fragen Sie konkret nach, was einmalig entwickelt wird und was Sie dauerhaft mieten. Wer so nachhakt, erkennt überzogene Angebote in der Regel schon im ersten Gespräch.
Hosting, Plugins, Updates: Diese laufenden Posten vergessen fast alle
Am häufigsten wird beim Hosting am falschen Ende gespart. Shopware 6 ist anspruchsvoller als ein WordPress-Projekt: Der Shop braucht schnelle SSDs, ausreichend PHP-Arbeitsspeicher und Hintergrunddienste wie Redis oder OpenSearch, damit Suche und Warenkorb auch bei 50 gleichzeitigen Besuchern flott bleiben. Ein Shared-Hosting-Paket für 8 Euro im Monat fällt damit raus. Realistisch sind 30 bis 300 Euro monatlich — ein kleiner Shop mit wenigen hundert Artikeln fährt mit einem gemanagten vServer für 40 bis 60 Euro gut, ein Shop mit mehreren tausend Artikeln, B2B-Preislogik und regelmäßigen Aktionen liegt bei 120 bis 180 Euro, und wer Lastspitzen wie den Black Friday abfedern muss, zahlt 250 Euro aufwärts.
Der zweite Dauerposten sind Plugins, und hier hat sich mit Shopware 6 das Abo-Modell durchgesetzt. Kaum ein Hersteller verkauft noch Kauflizenzen — Sie zahlen pro Erweiterung 5 bis 50 Euro im Monat. Ein typischer Shop läuft mit 8 bis 15 Erweiterungen: Zahlungsarten, Versandlogik, SEO-Werkzeuge, die Anbindung an Warenwirtschaft oder Buchhaltung, vielleicht Pickware fürs Lager. Bei zehn Plugins à durchschnittlich 12 Euro sind das 120 Euro im Monat, die in keinem Agenturangebot auftauchen, weil sie direkt über Ihren Shopware-Account laufen.
Drittens die Wartung. Shopware veröffentlicht monatliche Updates, darunter Sicherheitspatches, die Sie nicht wochenlang liegen lassen sollten. Das Update selbst kostet nichts — der Aufwand steckt im Testen, denn jedes Plugin und jede individuelle Anpassung muss danach geprüft werden, idealerweise zuerst auf einer Staging-Umgebung. Genau hier liegt das Konfliktpotenzial: Je mehr individuell programmiert wurde, desto eher verträgt sich ein Plugin-Update nicht mit Ihrem Theme, und im schlimmsten Fall fällt der Checkout aus, während Ihre Kampagne läuft. Ein Wartungsvertrag kostet je nach Umfang 150 bis 500 Euro im Monat; alternativ buchen viele unserer Kunden Updates nach Aufwand, typischerweise zwei bis vier Stunden pro Quartal zu 100 bis 130 Euro die Stunde.
Dazu kommen die kleinen Posten, die einzeln harmlos wirken und zusammen 30 bis 80 Euro im Monat ausmachen. SSL ist dank Let's Encrypt meist inklusive, ein Zertifikat mit erweiterter Validierung kostet 100 bis 250 Euro im Jahr. Backups gehören bei guten Hostern zum Paket, eine externe Sicherung mit längerer Aufbewahrung schlägt mit 10 bis 30 Euro monatlich zu Buche, und für Transaktionsmails über einen SMTP-Dienst fallen weitere 5 bis 15 Euro an. Jede Support-Anfrage außerhalb des Wartungsvertrags wird zudem nach Aufwand abgerechnet.
Addiert ergeben sich für einen kleinen Shop 150 bis 300 Euro an laufenden Shopware 6 Kosten pro Monat, für einen gewachsenen Shop mit Warenwirtschaft und Individualentwicklung 500 bis 900 Euro. Dahinter sehen wir in der Beratung immer wieder denselben Denkfehler: Ein Onlineshop ist nach dem Go-live nicht fertig und läuft schon gar nicht von allein. Selbst Ideen für passives Einkommen, die wirklich funktionieren, verlangen regelmäßige Pflege — ein Shopware-Shop gehört erst recht nicht in diese Kategorie. Kalkulieren Sie den Betrieb von Anfang an mit, dann wird aus dem vermeintlich günstigen Angebot im zweiten Jahr keine böse Überraschung.
Drei Beispielrechnungen aus der Praxis: Was ein Shopware-Shop über drei Jahre kostet
Fangen wir bei einem Fall an, den wir so ähnlich jedes Jahr mehrfach umsetzen: Ein Gründer verkauft Zubehör für Modellbahnen, rund 150 Artikel, Zahlung über PayPal und Vorkasse, kein Warenwirtschaftssystem im Hintergrund. Der Aufbau auf Basis der kostenfreien Community Edition mit angepasstem Theme, Steuer- und Versandkonfiguration kostet bei uns etwa 7.500 Euro. Laufend kommen pro Jahr rund 700 Euro für Hosting, 500 Euro für Plugin-Abos und etwa 1.300 Euro für Updates und kleine Korrekturen zusammen. Nach drei Jahren steht der Shop damit bei knapp 15.000 Euro Gesamtkosten — eine Größenordnung, die auch für Sie realistisch ist, wenn Sie den Neustart 2026: Von Null zum ersten Kunden mit überschaubarem Budget planen.
Beim zweiten Beispiel wird es komplexer: Ein mittelständischer Hersteller mit 40 Mitarbeitern braucht seinen Shop in drei Sprachen, angebunden an die Warenwirtschaft, inklusive Migration von 4.000 Produktdatensätzen aus dem Altsystem. Für Design, Schnittstelle, Datenübernahme und Testing liegen wir hier bei rund 24.000 Euro im Aufbau. Betrieb und Pflege schlagen mit etwa 8.500 Euro im Jahr zu Buche: managed Hosting für 150 Euro im Monat, Plugin-Lizenzen für gut 1.200 Euro jährlich, ein Wartungsvertrag mit festem Kontingent und kleinere Weiterentwicklungen wie eine zusätzliche Zahlart oder ein B2B-Preisimport. Über drei Jahre ergibt das knapp 50.000 Euro — und die laufenden Posten überholen den Aufbau bereits im dritten Jahr.
Das dritte Beispiel kommt aus dem B2B: Ein Ersatzteilhändler mit 12.000 aktiven Firmenkunden braucht kundenindividuelle Preislisten, Freigabeworkflows für Bestellungen und Schnittstellen zu ERP und CRM. Solche Individualentwicklung kostet im Aufbau um die 55.000 Euro, dazu kommt ein kommerzieller Shopware-Plan — im Rise-Tarif sind das 600 Euro monatlich, also rund 21.600 Euro in drei Jahren. Hochverfügbares Hosting mit Staging-Umgebung kostet weitere 350 Euro im Monat, Wartung, Monitoring und kontinuierliche Weiterentwicklung etwa 10.000 Euro im Jahr. Rechnen Sie mit: Nach drei Jahren liegt dieser Shop bei rund 120.000 Euro, und mehr als die Hälfte davon entsteht nach dem Go-live.
Über alle drei Rechnungen hinweg zeigt sich dasselbe Muster: Die Shopware 6 Kosten seriös zu kalkulieren heißt, nicht auf den Angebotspreis zu schauen, sondern auf die Summe nach 36 Monaten. Der Aufbau ist dabei der überschaubare Teil — der Betrieb aus Lizenz, Hosting, Plugins, Wartung und Weiterentwicklung macht langfristig 50 bis 60 Prozent des Gesamtbudgets aus. Wenn Sie Angebote vergleichen, lassen Sie sich deshalb immer eine Dreijahresrechnung aufstellen. Ein Angebot über 20.000 Euro ohne ausgewiesene Folgekosten ist kein günstiges Angebot, sondern eine halbe Rechnung.
Fünf Budgetfehler, die Shopware-Projekte unnötig teuer machen
Der teuerste Fehler passiert, bevor eine Zeile Code geschrieben wurde: der Verzicht auf eine Konzeptionsphase. Wer ohne Pflichtenheft, Klickdummy und geklärte Datenflüsse in die Entwicklung startet, spart vordergründig 4.000 bis 6.000 Euro und zahlt sie später mehrfach zurück — wir haben Projekte übernommen, in denen 15.000 Euro in Funktionen geflossen waren, die nach drei Monaten komplett neu gebaut werden mussten. Direkt danach folgt die Plugin-Schlacht: Statt einmal sauber zu entwickeln, wird für jedes Problem eine 50-Euro-Erweiterung aus dem Store installiert. Nach zwei Jahren laufen 35 Plugins parallel, jedes Update dauert statt zwei Stunden zwei Tage, und die Konflikte zwischen den Erweiterungen verursachen jährlich 3.000 bis 5.000 Euro Anpassungsaufwand. Wir bauen Shopware-Onlineshops deshalb bewusst mit wenigen, gepflegten Erweiterungen — lieber einmal 2.000 Euro in Eigenentwicklung als fünf Jahre Plugin-Miete und Update-Roulette.
Fehler Nummer drei ist das fehlende Wartungsbudget ab Tag 1. Shopware veröffentlicht mehrmals im Jahr sicherheitsrelevante Updates; wer dafür nicht pauschal 200 bis 500 Euro im Monat einplant, sammelt technische Schulden an, bis ein PHP-Versionswechsel oder ein Sicherheitsvorfall den Shop lahmlegt — die Notfallbehebung am Wochenende kostet dann schnell 4.000 Euro. Fehler vier: die unterschätzte Datenmigration. Aus einem zehn Jahre alten Altsystem kommen nicht nur 20.000 Produkte, sondern Bestellhistorien, Gutscheinlogiken und Kundenpasswörter, die aus Sicherheitsgründen nicht einfach übernommen werden dürfen. Kalkuliert werden meist 3.000 Euro, realistisch sind bei gewachsenen Systemen 8.000 bis 15.000 Euro.
Der fünfte Fehler zeigt sich erst beim Agenturwechsel: fehlende Dokumentation. Hat die erste Agentur weder Code-Kommentare noch ein technisches Handbuch hinterlegt, braucht die neue Agentur 30 bis 60 Stunden allein für die Bestandsaufnahme — also 4.000 bis 8.000 Euro, bevor die erste produktive Zeile entsteht. Wer seine Shopware-6-Kosten langfristig im Griff behalten will, verlangt deshalb von Anfang an ein Übergabedokument und Zugriff auf das eigene Repository. Das kostet bei der Erstellung fast nichts und spart im Ernstfall einen fünfstelligen Betrag.
Fazit
Was bleibt nach allen Posten übrig? Eine ehrliche Gesamtrechnung, die wir so auch in unseren eigenen Angeboten aufstellen: Wer einen Shopware-6-Shop seriös aufsetzen lässt, plant ein Startbudget von 10.000 bis 30.000 Euro ein — je nach Designumfang, Schnittstellen und Produktdaten. Dazu kommen 150 bis 800 Euro monatlich für Hosting, Plugins, Wartung und Updates. Für das erste Jahr empfehlen wir zusätzlich einen Puffer von 15 bis 20 Prozent, weil nach dem Launch fast immer Anpassungen dazukommen, die vorher niemand auf dem Schirm hatte. Damit sind die Shopware-6-Kosten planbar — aber nur, wenn alle diese Blöcke im Angebot auftauchen.
Genau daran erkennen Sie belastbare Angebote: Sie listen Lizenz, Agenturleistung, Hosting, Plugins und laufende Betreuung einzeln auf, statt alles in einer Pauschale zu verstecken. Vergleichen Sie nur Angebote mit dieser Transparenz — alles andere führt zu den Nachforderungen, die wir in den Beispielrechnungen gezeigt haben. Ein vermeintlich günstiges Komplettpaket für 6.000 Euro wird schnell teuer, wenn später jede kleine Anpassung einzeln abgerechnet wird.
Wenn Sie statt eines Standard-Themes eigene Prozesse, Schnittstellen oder Individuelle Apps in Ihrem Shop planen, sprechen Sie früh mit einer Agentur, die Ihnen keinen Baukasten verkauft. In einem einstündigen Erstgespräch lässt sich klären, welches Budget für Ihr Vorhaben realistisch ist und welche laufenden Posten Sie einplanen sollten. Schreiben Sie uns an — wir rechnen Ihr Projekt transparent durch, bevor Sie sich festlegen.
Häufige Fragen
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Was kostet ein Shopware 6 Shop?
Ein Shopware-6-Shop kostet in der Umsetzung durch eine Agentur zwischen 8.000 und 60.000 Euro, je nach Designanspruch, Schnittstellen und Produktdaten. Dazu kommen laufend 100 bis 500 Euro im Monat für Hosting, Plugins, Updates und Support. Kleine Projekte mit Standard-Theme starten ab etwa 5.000 Euro, komplexe B2B-Shops liegen deutlich darüber.
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Ist Shopware 6 kostenlos?
Ja und nein. Die Community Edition von Shopware 6 ist als Open-Source-Version kostenlos nutzbar — inklusive aller Kernfunktionen. Kosten entstehen trotzdem: für Hosting, Agenturleistungen, Plugins und Wartung. Die kommerziellen Pläne (Rise, Evolve, Beyond) starten ab etwa 600 Euro im Monat und enthalten zusätzliche Features wie erweiterten Support und B2B-Funktionen.
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Was kostet es, einen Shopware Shop erstellen zu lassen?
Einen Shopware-Shop erstellen zu lassen kostet bei einer deutschen Agentur typischerweise 8.000 bis 30.000 Euro für einen Standard-Onlineshop. Mit individuellem Design, ERP-Anbindung und Mehrsprachigkeit liegen Projekte bei 30.000 bis 80.000 Euro. Stundensätze bewegen sich zwischen 90 und 150 Euro. Entscheidend ist weniger der Stundensatz als die saubere Vorab-Planung des Umfangs.
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Was kostet Shopware im Monat?
Rechnet man alle laufenden Posten zusammen, liegen die monatlichen Kosten eines Shopware-6-Shops zwischen 150 und 800 Euro: Hosting (30–300 €), Wartung und Updates (100–300 €), Plugin-Lizenzen (20–150 €) sowie Support und kleinere Anpassungen. Hinzu kommen bei kommerziellen Plänen die Lizenzgebühren ab 600 Euro monatlich. Marketing und Versandkosten sind hier nicht eingerechnet.
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Was kostet Shopware Hosting?
Shopware-Hosting kostet je nach Shopgröße und Traffic zwischen 30 und 300 Euro im Monat. Kleine Shops kommen mit performantem Shared- oder Cloud-Hosting ab etwa 30 bis 80 Euro aus. Shops mit hohem Bestellaufkommen brauchen dedizierte Server oder skalierbares Cloud-Hosting für 150 Euro aufwärts. Wichtig: Shopware stellt höhere Anforderungen ans Hosting als WordPress.
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Shopware oder Shopify — was ist günstiger?
Kurzfristig ist Shopify günstiger: Einstieg ab 36 Euro monatlich ohne Setup-Kosten. Langfristig kippt das Bild bei steigendem Umsatz, weil Shopify Transaktionsgebühren und App-Abos addiert. Shopware hat höhere Anfangskosten, dafür keine Umsatzbeteiligung und volle Datenkontrolle. Ab etwa 500.000 Euro Jahresumsatz fährt man mit Shopware meist wirtschaftlicher — vorausgesetzt, der Shop wird professionell betreut.
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Sie wollen das nicht selbst umsetzen? Wir bauen solche Lösungen als individuelle Anwendungen — sprechen Sie uns an, wir schauen uns Ihren Fall unverbindlich an.